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Plötzlicher Hundstod

Ein   guter   Züchter   sollte   bestimmte   Kriterien   erfüllen,   damit   er   sich   tatsächlich   als   „seriöser   und   guter Züchter“   auszeichnet.   Dazu   gehören   natürlich   Tierliebe   und   Einfühlungsvermögen,   sehr   viel   Geduld, Leidenschaft,   Geld,   ein   umfangreiches   Wissen   in   Punkto   Zucht,   Anatomie   und   Physiologie   und   er sollte   Platz   haben.   Viele   Züchter   die   ich   kenne   erfüllen   diese   Kriterien   jedoch   fehlen   wohl   mit   die wichtigsten     Eigenschaften,     die     einen     wirklich     guten     Züchter     ausmachen:     Selbsterkenntnis, Selbsteinschätzung, Ehrlichkeit und Transparenz. Gerade   in   Bezug   auf   die   Ehrlichkeit   und   Transparenz   hapert   es   bei   den   meisten.   Viele   Züchter   geben vor   ehrlich   und   transparent   zu   sein   kommen   jedoch   ins   Stottern,   fragt   man   sie   nach   genetischen Fehlern    oder    Erbkrankheiten    in    ihren    Zuchtlinien.    Wie    sieht    es    aus    mit    Epilepsie,    Bronzing, Dispositionen für Allergien etc. Ich   kenne   keinen,   nicht   einen   einzigen   Züchter   der   bei   einem   Welpenverkaufsgespräch   offen   und ehrlich    ist.    Das    man,    steht    man    am    Anfang    seiner    Zucht,    nicht    wissen    kann    wie    sich    seine Verpaarungen     entwickeln     werden,     ist     logisch.     Aber     nach     einigen     Würfen     sollte     sich     schon herauskristallisieren wie gut das „Zuchtmaterial“ letzten Endes wirklich sind. Was   sich   in   meiner   Zucht,   allerdings   erst   in   den   letzten   Jahren,   herausgestellt   hat   ist,   dass   es   hin   und wieder   Fälle   des   plötzlichen   Hundstod   gegeben   hat.   Insgesamt   sind   es   5   Nachkommen   aus   den Würfen   I,   J,   L,   O   und   Q   aus   insgesamt   127   Welpen.   Das   hört   sich   jetzt   erst   einmal   nicht   sooooo dramatisch    an    wenn    man    es    hoch    rechnet,    ist    aber    für    die    ehemaligen    Besitzer    sicherlich    sehr dramatisch gewesen.
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Was   haben   diese   Nachkommen   alle   gemeinsam   ??   Auf   den   ersten   Blick:   sie   haben   alle   Chanook   als   Vater   oder   als   Großvater   im Pedigree.   Schauen   wir   mal   weiter…   nun   zeigt   sich,   dass   bis   auf   den   J-Wurf,   diese   Hunde   Onja   im   Pedigree   haben.   Was   können   wir   noch sagen   ?   Alle   Hunde   sind   unterschiedlichen   Alters   gewesen   allerdings   war   es   nur   1   Rüde   aber   4   Mädchen.   Zufall   ?   Aber   kann   es   wirklich sein,   dass   der   plötzliche   Hundstod   oder   auch   plötzlicher   Herztod   tatsächlich   vererbbar   ist   ?   Natürlich   nicht.   Was   aber   sein   kann   ist   die Disposition für entweder Blutgerinsel oder Krankheiten der Herzkranzgefäße oder des Herzmuskels. Aus den Berichten der ehemaligen Besitzer hatten alle diese Hunde noch zwei Dinge gemeinsam: 1. es war sehr warm draußen. Alle Hunde sind im Sommer bei hohen Temperaturen verstorben 2. direkt nach einem ausgiebigen Spaziergang oder während des Spaziergangs umgefallen und sofort tot Nun   wurde   leider   nur   einer   der   Verstorbenen   danach   einer   Körpereröffnung   unterzogen   jedoch   zeigte   sich   wohl,   dass   der   Hund komplett   gesund   war.   Es   wurden   keine   Anomalien   oder   Krankheiten   der   Kranzgefäße   oder   des   Herzens   gefunden.   Auch   keinerlei Blutgerinsel im Gehirn, Lunge oder Herz. Der Hund war gesund und verstarb einfach grundlos. Da   mich   dieses   Thema   nicht   mehr   los   ließ   recherchierte   ich   online,   durchfragte   einige   Tierärzte   und   mailte   sogar   mit   der   Tierklinik Düppel   in   Berlin   und   der   TiHo   Hannover.   Man   rückte   leider   nicht   so   recht   mit   der   Sprache   heraus,   einige   hatten   keine   Informationen da   sie   mit   der   Thematik   nicht   wirklich   vertraut   waren   aber   ein   Mitarbeiter   aus   Düppel   gab   mir   ein   paar   Informationen.   Die   ihm bekannten   Fälle   vom   plötzlichen   Hundstod   betrafen   alle   Altersklassen,   alle   Rassen   und   Mischlinge   aber   überwiegend   tatsächlich   in den   warmen   Sommermonaten.   Er   gab   mir   leider   keine   Auskunft   über   etwaige   Krankheitsbilder   betonte   jedoch,   dass   bei   den   danach untersuchten Hunden nicht einmal die Hälfte eine pathologische Ursache aufwiesen. Zu   einem   solch   unerforschten   Gebiet   sei   so   viel   gesagt:      der   plötzliche   Hundstod   ist   noch   immer   ein   Rätsel   und   sofern   man   nicht tatsächlich   alle   Daten   zu   den   verstorbenen   Hunden   sammelt   wie   Alter,   Geschlecht,   Abstammung   (bei   Rassehunden),   Umstände   des Todes    und    bei    allen    Körpereröffnungen    durchgeführt    wurden,    kann    ein    Züchter    nur    mutmaßen.    Was    ich    allerdings    all    meinen Welpenkäufern   rate   ist:   in   den   heißen   Sommermonaten   lange   Spaziergänge   vermeiden.   Den   Hund   nicht   in   der   aufgeheizten   Wohnung vor   sich   hin   dampfen   lassen.   Für   ein   schattiges   und   kühles   Plätzchen   sorgen   und   sollte   man   keinen   Garten   und   einen   Hundepool besitzen, gibt es tolle Kühlmatten für die Wohnung zu kaufen. Die   nächsten   beiden   Themen,   die   ich   hier   auf   meiner   Website   behandeln   werde   ist   das   Thema   Allergien   und   Epilepsie.   Gerade   das Epilepsiethema wird für einige Züchter bestimmt sehr interessant werden…