© Dalmatiner von der hohen Würde 2002 - 2018

Die Aufzucht 

Ich   züchte   nun   seit   knapp   14   Jahren   Dalmatiner   und   5   Jahre   davon   im   ERV   e.V.,   dem   Europäischen Rassehund   Verein.   Nun   gründeten   wir   unseren   eigenen   Dalmatinerverein   um   gewisse   Aspekte der    Dalmatinerzucht    zu    unterstützen,    zu    fördern    und    sog.    Fehlfarben    zu    verbreiten    und    zu standartisieren und wegzukommen von Inzest- und Linienzucht. Nicht   jeder   Interessent   bekommt   von   mir   einen   Welpen   anvertraut.   Das   fängt   schon   beim   E-Mail oder   Telefonkontakt   an,   denn   wer   um   den   Preis   eines   Welpen   feilscht,   sollte   sich   doch   genauer überlegen   ob   er   ein   Tier   solch   einer   außergewöhnlichen   Rasse   halten   möchte.   Ich   werde   hier   jetzt nicht   die   Kosten   eines   Wurfes   auflisten,   es   reicht   schon   zu   erwähnen,   dass   es   viel   Arbeit   und   Geld kostet   gesunde   Hunde   zu   züchten   und   als   tolle   Familienhunde   abzugeben.   Ebenso   erwarte   ich von   den   Interessenten,   dass   sie   mit   dem   gleichen   Eifer   an   das   vorherige   Nachdenken   und   der folgenden Entscheidung herangehen wie ich an die Zucht. Ein   Dalmatiner   ist   ein   aufgewecktes   Lebewesen   der   viel   Mensch   fordert   und   auch   braucht   sonst leidet   er   psychische   Qualen   die   ein   Zweibeiner   oft   gar   nicht   wahrnimmt.   Es   heißt   dann   immer:   der Hund   macht   alles   kaputt   und   hört   nicht.   Meine   Welpen   wachsen   im   Haus   und   Garten   auf.   Sie haben   ein   separates   Welpenzimmer   mit   stetigem   Anschluss   zum   Menschen   und   den   anderen vierbeinigen   Familienmitgliedern.   Sie   können   ab   einem   gewissen   Alter   täglich   mehrere   Stunden (je   nach   Wetterbedingungen)   in   den   Garten   gehen   wo   es   viele   Spielemöglichkeiten   gibt.   Die   ganze Familie    leistet    ihnen    dabei    stetig    Gesellschaft,    sodass    sie    immer    enger    an    den    Menschen gebunden    werden.    Im    Welpenzimmer    befindet    sich    eine    Hundetoilette    aus    Einstreu    die    sie ausschließlich   benutzen,   sodass   sie   nicht   auf   Teppiche   oder   Laminat   pullern.   Somit   erreiche   ich, dass   sie   ab   der   8.   Woche   im   gesamten   Haus   toben   können   ohne,   dass   ich   Angst   haben   muss stetig   in   Pfützchen   zu   treten   und   auch   für   die   Stubenreinheit   der   zukünftigen   Besitzer   ist   dies   von Vorteil.
Ab   der   7.   Woche   kommen   die   Welpen   in   den   Genuss   des   “Privattrainings”   bei   mir.   Sie   lernen ordentlich   an   der   Leine   zu   gehen,   Sitz   zu   machen,   aufgeschlossen   auf   fremde   Hunde   zuzugehen und   werden   stubenrein   gemacht,   was   nebenbei   razzi-fazzi   geht.   Sie   fahren   dann   täglich   mit   uns ins   Auslaufgebiet   und   aufs   Feld   um   die   Ecke   und   werden   somit   autofest   gemacht.   Desweiteren   sei noch   erwähnt,   dass   ich   meine   Welpen   mit   einem   gesunden   Sozialverhalten   abgebe,   das   sie   durch stetige Besuche fremder Menschen sowie durch das Gassi gehen ab der 7. Woche erlernen.  
In   den   letzten   Würfen   habe   ich   leider   häufig   die   Erfahrung   machen   müssen,   dass   einige   Käufer die   bereits   einen   Hund   in   der   Familie   haben   und   ihn   zum   “Welpengucken”   mitbringen,   nicht genug   um   das   Sozialverhalten   ihres   Hundes   wissen.   Oft   überreagiert   das   Tier   aus   Stress   auf   die Welpen   mit   Aggressionen,   was   sehr   schlechte   Erfahrungen   für   die   Lütten   sind,   die   dann   auf andere   Hunde   mit   Angst   reagieren.   Auch   wurde   ein   Welpe   mal   in   die   Nase   gebissen   und   das   geht natürlich     überhaupt     nicht.     Daher     bitte     ich     die     zukünftigen     Welpeninteressenten     das Sozialverhalten   ihres   Hundes   gegenüber   Welpen   vorher   in   einer   Hundeschule   prüfen   zu   lassen, zumal   es   ebenfalls   den   Überraschungseffekt   mindert   wenn   der   Welpe   zu   einem   weiteren   Hund zieh,   oder   ihn   generell   bei   einer   Besichtigung   zu   Hause   zu   lassen.   Die   Lütten   sowie   die   Großen werden   regelmäßig   entwurmt   und   natürlich   geimpft   gemäß   den   Tierschutzbestimmungen.   Die Kleinen    bekommen    bei    Abgabe    ihre    Ahnentafel,    die    AEP    Auswertung,    den    EU-Impfausweis, Entwurmungspass     sowie     Informationsmaterial     des     Tierarztes     und     eine     Infomappe     über Rassestandard,        Ernährung,        Futtersorten        und        Fütterung        sowie        Erziehungs-        und Beschäftigungstipps    von    mir    mit.    Die    Untersuchungsunterlagen    der    Elterntiere    können    auf Wunsch ebenfalls eingesehen werden. Welpenpakete   sind   zwar   eine   tolle   Sache   und   machen   sich   in   der   “Verkaufsanzeige”   immer   ganz schick,   aber   ich   verkaufe   tolle   Welpen   und   keine   tollen   Welpenpakete.   Ich   kümmere   mich   sehr intensiv   um   den   Verbleib   meiner   Welpen.   Durch   viele   schlechte   Erfahrungen   mit   Besitzern   in   der Vergangenheit,     empfinde     ich     es     als     selbstverständlich     ein     regelmäßiges     Update     meiner verkauften Hunde zu bekommen, gerade in der Zeit nach dem Umzug in ihr neues Zuhause. Auch   stehe   ich   meinen   Welpenkäufern   zu   jeder   Tages-   und   Nachtzeit,   ob   an   Weihnachten   oder Silvester,   telefonisch   zur   Verfügung   falls   es   Fragen   oder   Probleme   geben   sollte.   Bilder   kann   ich gar nicht genug bekommen die dann auf meiner HP stolz präsentiert werden.